Knoten
Haben mein Leben aufgeräumt und geordnet.
Jetzt sprechen die Gedanken und Gefühle wieder mit mir.
Ich lausche, ich verinnerliche.
Ich träume wieder deutlich.
Ich kann wieder dankbar sein.
Verbunden.
SPINNEN
Spinnenfinger.
Krabbeln über deine Haut.
Berühren sie dich?
Fassen sie dich?
Nein, sie krabbel nur.
Auf dir.
In dich
nicht.
WAHRNEHMEN
TRAUMSUHLEN
Bewegte Nacht.
Nicht, nein, - noch nicht wach werden.
Muss noch festhalten, was ich fühlte.
Will noch riechen, was ich roch.
Mag noch eintauchen.
Weiterträumen.
Der Morgen naht.
HAXE
Frau Limbach aß die erste Schweinehaxe ihres Lebens.
Sie teilte sie mit dem Hund, - um genau zu sein.
Wieso so spät im Leben die erste Haxe?
Der Anblick, der Duft, beim Einkaufen hatte sie erinnert.....
An den ehemaligen Limbach, der nun weit weg seine Haxen aß.
Satt war sie schnell. Geschmeckt hat es ihr nicht.
Es war mehr, als sie vertragen konnte. Überall.
Trotzdem hätte sie die Haxe gerne mit Limbach gegessen.
Mit dem Hund zu teilen ist ja allemal besser,
als allein zu essen.
METALL
dass ich mich verbiegen kann,
dann wäre ich ein Stück Draht geworden.
Aber dazu taugen meine Gene nicht.
PLÖTZLICH
Plötzlich.Tiefes Aufatmen.Große Erleicherung.Weitgehende Befreiung.Reiche Zukunft.Annahme.
WIR
Du und ich. Wir beide.Sind wir so? Ja, wir sind so!Ich sehe es. Du siehst es.Du weinst, wenn ich es dir zeigeIch atme auf, wenn du es annimmst.Weich. Still. Endlich.Du sagst: Ja, - aber....Ich antworte: Stimmt, - nur....Weich ich. Still auch. Darf ich.Der Alte sagt: Es geht, - fragt mich.Ich danke ihm für seine Liebe, und schick sie dir.Du fühlst sie und sagst: Ja, ich will auch.Ich fühl sie und sage: Ja, für dich, und für mich will ich.Ändern.Er. Ist.Fels in der Brandung.Der Alte fühlt mit ihm, ist für ihn.Genome sprechen ihre Sprache und wollen dochaufhörendurchbrechenwandelnfreienseinKönnen wir, wenn wir wollen?Ja.Wie, fragst du? Nicht wichtig, sag ich.Jetzt.Wollen ist wichtig.Wege finden sich.Weil wir wollen.
EINARMIG
Sie weint.
Da nimmt er sie in den Arm.In DEN Arm.Er hält sie mit ihm umfasst.Die andere Hand,mit dem Arm daran,bleibt in der Hosentasche.So berührt er sie nicht.Nirgends.
SELBSTKRITIK
LICHT
Auch in den Menschen, die, wie alle, ab und zu einen Fehler machen.
Verlier das Licht nicht aus den Augen, das aus deinem Herzen kommt.
STERNSCHNUPPENNACHT
Unten, im Spiegel des nächtlichen Sees,
neben den schwarzen Flecken der Berge
und den Kreisen der hüpfenden Fische,
und den wenigen Lichtern der Häuser,
sah ich Sternschnuppen regnen
und wünschte mir wieder
und wieder
und wieder
und wieder
Das Gleiche wie seit Jahren.
Bei vielen Sternschnuppen,
beim Sternewerfen zum Jahreswechsel,
und bei vielen anderen Gelegenheiten.
Vielleicht sollte ich langsam mal den Wunsch wechseln?
Ich habe aber nur einen.
KETTEN
WIND
Wie ein kalter Wind
riefst du dein Leben
durch mein Land.
Sei Wind in meinen Räumen.
Geh ein und aus.
Verändre dich und nichts.
Denn ich will stärker atmen
und jede Zeit beschränken,
die dich verletzt.
Sei ruhig frohgemut,
wenn ich zärtlich
deinen Namen nenne
und lass die Wolken steigen
WELTENSEELE
Wenn duetwasaustiefstem Herzenwünscht,bist du derWeltenseeleam nächsten.Sie ist eine stetsstarke und positiveKraft.Wer lernt,dass die Welteine Seele besitzt,und werdiese Seeleversteht,wird dieSprache der Dingeverstehen.Die Weltenseelebesitztkeine Zeiten, -sie ist.Keine Vergangenheit,keine Gegenwart.In der Stilledes Jetztkannst duihre Stimmehören.
ENTSCHEIDUNG
Als er seinen Entschluss gefasst hatte, tauchte er ein in eine gewaltige Strömung, die ihn mit sich riss zu einem Ort, den er sich im Moment seiner Entscheidung nicht einmal erträumt hatte. Es ereigneten sich Dinge, die er nicht einmal in den Bereich seiner eigenen Möglichkeiten gezogen hatte und er entdeckte an sich Fähigkeiten, die er niemals vermutet hatte.
Niemand muss das Unbekannte fürchten, weil jeder Mensch das erreichen kann, was er will und was er braucht. Wenn er in der Lage ist Entscheidungen zu treffen.
Wir fürchten uns lediglich vor dem Verlust dessen, was wir besitzen, wir fürchten um unser Leben oder die Felder, die wir bestellt haben. Wir haben Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Aber diese Angst vergeht, wenn wir begreifen, dass unsere Geschichte und die Geschichte der Erde von der selben Hand geschrieben wurden.
Eine Entscheidung für das, was man wirklich will, bewegt das ganze Universium dazu, mitzuwirken an der Verwirklichung dieses Traums.
DARUM
Ich…
... schreibe dir
… spreche mit dir
… schweige mit dir
… warte auf dich
… erkläre mir dich
… zügle mich
… entschuldige dich
… verzeihe mir mich
… und tue vieles mehr
weil ich dich liebe.
DER MOMENT
Meine Lippen
konnten sich nicht
zwischen
Schweigen und Lächeln
entscheiden.
So bewegten sich nur
Augenpaare
und begannen den
Dialog für Sekunden.
Funken sprühendes
Stillegespräch
durch den
Wasserspiegel.
FREMDSCHÄMEN II
Kennst du das Gefühl, wenn das Herz kurz stehen bleibt, dann das Adrenalin in den Adern rauscht, der Puls im Ohr dröhnt, die Knie weich werden und das Denken völlig aussetzt?
SCHWEIGEN
in unterschiedlichen Sprachen
ist mir
viel schmerzhafter als
das umeinander Schreien
SCHMERZEN
Schmerzen sind ein Geschenk, das das Leben uns machen kann. Die Schmerzen, die entstehen, wenn man vom Leben dazu gezwungen wird, einen Fehler nicht weiter zu begehen, sind besonders hart, weil man dann oft noch nicht zur Einsicht gelangt ist. Jede Trennung schmerzt, auch die von unseren Fehlern. Aber was gibt es schöneres, als das Ende einer Täuschung? Also: Freu dich!
WORT
Das Wort ist eines seiner beliebstesten Mittel sich zu zeigen.Das Wort ist der in Schwingungen verwandelte Gedanke.Gesprochenes ist ein in die Luft entlassener Gedanke,der zuvor nicht mehr als reine Energie war.Worte haben Kraft, - viel mehr Kraft als alle Rituale.Sei vorsichtig mit dem was du sagst. Sei vorsichtig.
UNGLÜCK
ist am allerunglücklichsten und verdient jede Nachsicht.
FÜNFSTERNEKLAUSUR
Es ist keine Kunst, im Kloster zu sich selbst zu finden. Oder in einer stillen Höhle, oder im einsamen Wald. Man wäre so schön allein, in einer romantischen Welt. In so einer Fünfsterneklausur findet wahre Selbstbegegnung kaum statt, denn die gewohnten Reize werden nur ausgetauscht gegen den seltenen Anblick eines betenden Klosterbruders, das Geräusch tropfenden Höhlenwassers oder das Zwitschern der Waldbewohner. All das ist wunderschön, aber es zieht den Blick nach außen. Lass das! Alles scheint verklärt, sogar du selbst in dieser Umgebung. Stille, Eingekehr in dich selbst kann geschehen in deinen Keller, in deinem Schafzimmer. Verbinde dir die Augen. Verschließe dir die Ohren. Sei bei dir. Allein. Das reicht. Mehr brauchst du nicht. Wieder und wieder, solange bist du dein inneres Wesen sehen und hören kannst.
HERZENSSTIMME
Menschenherzen klagen gerne, denn sie sind so. Sie haben Angst davor, sich ihre Wünsche zu erfüllen. Oft denken sie, sie haben es nicht verdient, ihre Wünsche erfüllt zu bekommen. Manchmal sind sie auch nur sicher, dass sie sie ohnehin nicht erreichen könnten und versuchen es erst garnicht. Herzen sterben fast vor Angst bei dem Gedanken, dass ihre Lieben sie für immer verlassen, dass Momente, die gut hätten sein können, es nicht waren und dass Schätze, die entdeckt werden könnten, immer versteckt bleiben. Nur wenige mutige Herzen fürchten sich nicht vor dem Leiden. Meist geschieht dies, weil sie merken, dass die Vorstellung und die Angst vor dem Leiden schlimmer sind, als das eigentliche Leid. Es hat noch kein Herz gelitten, als es such aufmachte, seine Träume zu erfüllen. Traumerfüllungsherzen jubeln, - sehr laut oder sehr leise. Aber immer spürbar.
SPRACHE
FRAUEN
Der Mann hat den Boden bestellt, die Frau bringt die Saat. So lernen die beiden die Geheimnisse des Lebens. Etwas zu lernen bedeutet mit einer Welt in Verbindung zu treten, von der man bis dahin keinerlei Vorstellungen hat. Neugier und Demut verlangt das Lernen.
VERGEBLICH
CHANCEN
TRAGIK
Nacht für Nacht
liegen Millionen und Abermillionen nackte Körper aufeinander.
Die Körper bewegen und berühren sich.
Die Seelen bleiben allein.
"Ich liebe dich, ich braucht dich, ich will dich..."
Wenn man weiß, wer da spricht, kann das wahr sein.
Es spricht das Ich, - die Seele schweigt dazu.
Das Ich behauptet, - das wahre Wesen trauert dazu.
Das Tragische daran ist, dass die allermeisten Menschen das nicht einmal wissen.
SELBSTVERANTWORTUNG
SCHMERZ
Im größten Schmerz erlebt die Seele ihre Geburt.
Sie befreit sich aus der Enge der absichernden Persönlichkeit
und tut einen tiefen Lebensatemzug.
PFERD
Gellendes Wiehern.
Verschreckte Augen
blinzeln ins
Gittermuster
des
Lichts.
Atmen zurück
in den Schlaf.
ANTWORT
Dein Schicksal liegt in deiner Hand.
Wenn dir jemand sagt, es liege in Gottes Hand,
dann will er vielleicht genau das damit sagen.
DORT

Dort ist nicht besser als Hier. Wenn dein Dort zu deinem Hier wird, wird es ein anderes Dort geben, das dich lockt.
TORE
Wenn du in deinem Herzen Tore öffnest,
verändert sich die Welt um dich herum.
Die Welt, wie sie sich dir offenbart,
ist der Spiegel deines Seins.
LEHRER
Das Leben ist ein universeller Lehrer.
Es ist dein ganz persönlicher Lehrer.
Jede Begegnung, sei es mit einem Menschen,
einem Gedanken, einem Glück oder einem Stein,
wird dich lehren, wenn du offen bist dafür.
MUTTERLIEBE
Frau, du, ich, wir.
Keine Angst.
Weich nicht aus, du hast eine Aufgabe,
"Du sagtest doch, du seiest aller Nöte bloß,
wenn du ins Antlitz eines Kindes blickst.
So laß dein Kind mich sein."So bat er dich und sie, wie viele Söhne um ihre Mütter baten.
Flehten.
Annehmen, Dasein, Umarmen, Bewahren, Schützen.
Können wir das? Wirklich?
HIMMEL
GEGENWARTSLICHT
WOLLEN
Da ist eine Sehnsucht.
Ein Wollen, ein sehr bestimmtes.
Oder Bestimmendes?
Derdem steht eine Trägheit
gegenüber.
Eine sehr unbestimmte.
Sie bremst das Wollen.
Warum tut sie das?Ich werde noch verrückt,
ob dieser Unbestimmtheit.Der geliebtenbeliebten Ausrede.
VERÄNDERUNGEN
sollte man nicht so warten,
bis die Schlange sehr lang geworden ist.
Gedrängel ist nur ungemütlich.
MAGISCH
Manche magische Momentebemerken wir erst,wenn sie vorüber sind.Plötzlich war sie da,und fühlte, war, lebte,ganz und gar gegenwärtig,ohne Vergangenheit,ohne Zukunft,nur diesen Morgen,nur diese Musik,nur diesen Duft.Sie war
Anbetung,Hingabe,Dankbarkeit.Erfüllt vom Leben.Froh zu sein.Gottes Größe im Morgenlicht.
GELIEBT
Du wirst von mir geliebt.
Ganz anders, als:
Ich liebe dich.
Du
kommst zuerst.
Dann kein Ich.
Du bist das Zentrum
meines Liebens,
meiner Liebe.
Da ist kein Wollen.
Da ist kein Halten.
Da ist nur
meine Liebe.
Zu dir.
Sie braucht keine Antwort.
Sie kann einfach
bleiben.
Sie darf einfach leben.
Sein.
Auch allein.
FUNKELSTERNENAUGEN
Finster, sehr finster,
hier draussen.
Kalt, sehr kalt.
Mittendrin die spitzen Lichter
deiner Funkelsternenaugen.
Nichts mehr.
So nicht allein,
gemeinsam durch die Nacht.
Ich weiß,
du lächelst.
LASS DEINE HAND
lass deine hand am boden ruhn
dulde mein schweigen,
so wie ich dein schweigen dulde,
pflanze berühung in deine seele,
doch dunkel kann kein grün gedeihen,
musst nicht verstehn,
musst nicht erklären,
musst nicht wissen,
doch achte das schweigen,
achte das gehen
löse mich in mir,
leg mich zur ruh und verliere den dialog,
der keiner war,
will keinen kampf,
solcher kann nie gewonnen werden,
nur verletzte bleiben an dieser front,
süßes erinnern,
zerstört durch diese intensive lust am verletzen,
dem missbrauchten vertrauen
sanfte lieder entweichen der kehle,
summen im herzen,
du sollst mich nicht suchen,
finde dich selbst ohne den spiegel,
der eine schimäre war,
fatamorgana,
ungleichgewicht,
entstellte gesichter zeigen sich dort,
geballte projektionen
sprechen aus ihm,
kein unreiner spiegel wird den
blankesten aller gedanken
und das
reinste aller gefühle
je sichtbar machen.
lass deine hand am boden ruhn
An Deinem Grund.
CHARAKTER
Der wahre Charakter
eines Menschen
zeigt sich nicht dann,
wenn die Liebe anfängt,
sondern dann,
wenn sie aufhört....
UHR
Zweimal am Tag
hat auch eine
schon lange
stehen gebliebene
Uhr Recht.
Können denn
auch Tote noch
Recht haben?
KREUZ
Viele Menschen merken nicht,
dass das Kreuz,
das sie auf der Brust tragen,
ein Folterinstrument ist.
KIRCHENFENSTER
wenn man Kirchenfenster eintritt,
ist man ein Arschloch.
Aber vielleicht gibt es dann neue Fenster.
(und frische, gesunde Luft).
HERZENSHERZ
Aus Angst
vor Verletzung
hat sie das Herz
ihres Herzens
so tief vergraben,
dass sie nicht
mehr wusste,
an welchem Platz
es einmal schlug.
GEBEN UND NEHMEN
Geben und Nehmen. Es ist nicht so, dass wir erwarten sollten, von dem anderen, den wir lieben, etwas zurück zu bekommen. Vielmehr ist es so, dass wir unser eigenes Geben verwandeln sollten zu einem gleichzeitigen Nehmen. In dem Moment, in dem wir einen anderen Menschen zärtlich und liebevoll berühren, müssen wir uns selbst berühren. In dem Moment, in dem wir ihn annehmen in seiner Hingabe, müssen wir uns selbst annehmen in unserer Hingabe. Nur dann werden wir vom Lieben nicht entleert. Dann erschöpft uns Gemeinsamkeit nicht. Dann und nur dann, werden wir auch erfüllt. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Liebe deinen Geliebten und dich selbst ebenso wie ihn. Dann bleiben wir wach. Wenn wir nicht selbst darauf achten, schafft das Schicksal einen belebenden Moment für uns und schenkt uns eine Trennung, den heilsamen Schock.
FESTUNG
WENN
Wenn man liebt,kann man alles in der Schöpfung sein.
Wenn man liebt,ist es nicht notwendig,zu verstehen,was vor sich geht.
LIEBE
Liebe hindert niemals irgendjemanden daran,
seine innere Bestimmung zu erfüllen.
Wenn das passiert, war es keine wahre Liebe.
LEBENSBUCH
ÄQUINOKTIUM
Nicht gleich des TagsNicht gleich des NachtsUngleich in allemdoch anscheinend ähnlichund wirklich so andersbeinahe gleichwertigjedoch nur fastdenn die feinen kleinenZeichen belegen die Kluftganz winzig nur Sekundenauf der Gleiche merkbardass Tag und Nachtnicht gleich sind und sein
können ebenso wenig wieMänner und Frauen einander
gleichen
FLOW
Fliessen lassen und geschehen lassen was geschehen will, sich nicht wehren nicht beeinflussen, nicht wollen, nicht vermeiden, einfach nur zuschauen und mit fließen im Fluss des Seins, Fallenlassen und Annehmen was da sein will, wie schwer das ist, was aber, wenn dann der Flow geschieht, das Mitgehen das lustvolle Aufgehen im Geschehen, der Rausch entsteht und ich nicht mal mehr ändern und steuern will, wie schön ist das, völlige Harmonie Synchronizität von Sein und Atem, Herzschlag und Denken, und Emotionen, alles einfach nur perfekt, Einssein mit der Umgebung und Bewusstsein, und Unbewusstsein werden unwichtig, unwirklich, denn sie haben keine Bedeutung mehr, wirken nicht, sind nicht, einfach nur tun, handeln oder einfach nichts tun, wenn das denn der Flow ist, was will ich mehr, was will ich anderes, was könnte ich je dagegen unternehmen, alles ist perfekt, so wie es ist, keine Notwendigkeit zur Kontrolle, keine Sorgen, keine Ziele, keine Zeit mehr, alles weg alles aufgelöst im ..................FLOW..................
MENSCHEN
Bekannte und bis dahin noch unbekannte.
Nähe entstand.
Begegnen und verstehen, schätzen und hinhören.
Wehmut und Traurigkeit war auch dabei.
Ich vermisste mir nahe, die ich nicht erreichen konnte.
Ich vermisste mir ferne, die ich mir nahe wünschte.
Der oder die eine Ferne stand neben mir.
Die oder der nicht Anwesende war sehr da.
So ist das mit Nähe und Ferne.
UNSICHTBAR
HAUTHUNGER
Knurrende Leere obenauf.
Knisterndes Sehnen darunter.
Keine Nahrung, nichts Sattes,
das den Heißhunger stillt.
Schwarze Löcher
umhüllt von flehender Haut.
Bohren tief beim Fasten.
Winzigste Nerven tentakeln
sich der zarten Hand entgegen.
Verzagte Seele im Hungerstreik.
Versagtes Grenzorgan.
WORTWIRKUNG
Da klopft das Herz plötzlich.
Krampft.
Holpert und stolpert über die Worte.
Stockt.
Verinnerlicht nochmal.
Wartet.
Dann versucht es zu rennen.
Davon.
Wenn es das nur könnte.
KÖRPER
Du hast einen Körper erhalten.
Du wirst ihn mögen oer hassen.
Er wird bis zum Ende deines Lebens
das Heim deiner Seele sein.Achte ihn.
Achte es.
Das Heim.
WARUM NICHT
Warum nicht heute, hier und jetzt
dem Leben und dem Leichtsinn frönen.
Da ist nichts, was dich verletzt,
da du erlaubst dein Sehnen.
Hör auf, sofort, zu denken,
wenn du erlaubst dir Fühlen.
Dich in dir selbst versenken,
wird deinen Mut nie kühlen.
Gestatte dir ein reines Wort,
tu was du magst, ganz froh,
denn heute und an diesem Ort
hörst du nur dich, so oder so.
Fühlst du Verlangen sag es
frei, zu genießen wag es
dein Leben eilt, darum bedenke
diese Gedanken, die ich schenke.
NACHTGEDANKE
ich genieße
ich sprieße
unter dir
zu mir
ich will fühlen
und wühlen
in den Laken
bis mein Sehnen
ruht
GEDANKENREISE
so viel mehr
als ich dir sage
wenn ich es wage
nichts mehr zu
sagen.
doch dir zu zeigen.
dann tanzt der reigen
von aber und
trotzdem
mit dennoch und feige
verzieht sich der mut
im gebüsch des
bekannten.
mehr als das
was ich jetzt gebe
kann ich nicht.
es
ist das meiste
und wirklich ich.
von herzen
mit schmerzen
ein
wenig
garnicht.
nein.
das meiste
im geiste
und herzen.
gelacht und gelitten.
geweint und gestritten.
geliebt und geleibt.
mal sehen
was bleibt.
so viel wie wir wollen.
denn aus dem
vollen
leben wird uns gegeben.
jeden tag immer wieder.
aufs neue.
aufs neue.
mit zartheit und wärme
manchmal mit schrecken
und
vielen ecken.
obwohl.
so warme hände
erkunden gelände
auf meinem
rücken.
wie könnte ich da
zögern im geben.
zaudern im schenken.
es schwinden bedenken.
im nichts.
so wie du liegst
und mit mir
fliegst
wird die reise
eine lange.
an deiner wange
ruht meine
stirn
ganz kühl und weich
getragen und leicht.
wollen wir wagen.
wirklich.
ja.
WAHR
Der niedrige Gehirnverstand
ist der Mörder des Wirklichen.
Töte den Mörder.
Wenn dir seine Erscheinungsformen
so unwirklich vorkommen,
wie im Wachzustand all seine Traumformen,
vermagst du den inneren Ton zu hören,
der die äußeren zum Schweigen bringt.
Dann, erst dann,
kannst du das Wahre finden.









